Station 2, Haus zum Engel, Anger 61

Eine Reihe von Bürger- und Geschäftshäusern im westlichen Teil des Anger wurde im ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhundert in historisierenden Neostilen errichtet, so 1905 auch das prächtige »Haus zum Engel« ( Anger 61).
Wenn damit ein historischer Name bewahrt worden ist, so wäre ein biblischer Bezug hier immerhin denkbar: Engel (von griech. angelos, bzw. lat. angelus) kommen als Boten Gottes sowohl im Alten als auch im Neuen Testament vor.
Unterhalb der üppigen neobarocken Giebelgestaltung mit ihren steinernen Vasen, Fruchtgirlanden und der Namensinschrift findet sich über einem leeren Kartuschenfeld ein Kopf, der durchaus als Engelskopf angesehen werden kann.
Für diese Deutung sprechen auch die beiderseits des Kopfes ausschwingenden Formen des Sprenggiebels, die entfernt an Engelsflügel erinnern.