28.06.2020
Rosenkirche von Bischof Kramer eingeweiht

Ein wunderbar inspirierender open air Gottesdienst um die Liebe mit Rosenblättern und Bossa Nova

"Wenn die Gottesdienste SO sind, dann komme ich öfter", "Ich fühle mich hier Gott näher als in einer ´normalen´ Kirche" sind begeisterte Sätze, die bei der Einweihung der Rosenkirche im Augustinerkloster zu hören sind. Von Juli bis August werden die Rosenkirchengottesdienste „Love-Storys“ mit Liebesgeschichten aus der Bibel fortgesetzt.

Die Rosen sind das Symbol der Liebe und mit der Pflanzung des Rosengartens ist das BUGA-Motto "ins Herz gesät - Kirche auf der BUGA 21" ideal, natürlich und sinnlich umgesetzt. Die Idee zur Rosenkirche als Ort der Liebe, auch mit Bezug auf die Lutherrose und das Rosenwunder der Heiligen Elisabeth von Thüringen sowie das Wort von Augustus. "Liebe und tu, was du willst" stammt von Augustiner-Pfarrer Bernd. S. Prigge. Planung und Entwurf und natürliche Lösungen wurden von Landschaftsplanerin und BUGA - Beauftragten Marion Müller und Architektin und Referatsleiterin Bau Elke Bergt entwickelt, die gärtnerische Umsetzung erfolgte durch den Gartenbaubetrieb Lutz Großkopf. 

Beim Entwurf der Rosenkirche wurde viel mit dem Bestand gearbeitet. Die Ölweide links vom Christuskreuz im steinernen Rundbogenwurde ausgelichtet und korrespondiert so mit der Ölweide vom Nachbargrundstück rechts des Kreuzes. Ein Rosenbogen wiederholt symmetrisch vergrößert das Motiv des Rundbogens mit Kreuz als zentrale Blickachse. 

Links und rechts werden die Mauern mit einer Drahtseilkonstruktion versehen, damit die robusten ADR-Kletterrosen sie erklimmen können. Der bereits existierende Bestand an vorhanden Beet-Rosen, Lavendel, Salbei wird erhalten und vermittelt so schon eine gewisse Fülle. Neben dem Rosenrundbogen als Apsis bilden Stämme der sechs symmetrischen Apfelbäume raumdefinierende Säulen der Rosenkirche. Dadurch entsteht eine klare, geordnete und starke Raumwirkung.

Äpfel gehören auch zu den Rosengewächsen, blühen aber schon im April und Mai, die neu gesteckten Tulpen dann im Mai und von Juni bis in den Herbst die öfter blühenden Rosen. Damit ist Freude und Nahrung für das Auge, Bienen und Insekten vorhanden und der Anblick sowie das leise Summen und Zirpen belohnt uns.

Das Motto "ins Herz gesät - Kirche auf der BUGA 21" ist hier in idealer Weise umgesetzt mit dem Anlegen der Rosenkirche als ein Zeichen von Glaube, Liebe und Hoffnung und einer Fülle von schönen bienenfreundlichen Pflanzen und Früchten, die zur Schönheit, zum Genuss in der Küche und als Heilpflanzen dienen können.

Das ist eine wunderbare und heilsame Investition in Kirchengrün und Schöpfungsbewahrung. Vielleicht verbreitet sich dieses "Saatgut" weiter, das einst autarke und kulturgeschichtlich bedeutende Kirchengrün aus Kloster-, Arznei- und Heilgärten wird wiederentdeckt und trägt Früchte für eine gelingende Zukunft?

Marion Müller, BUGA-Beauftragte begrüßt, dass die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland unter Bischof Kramer im Mai 2020 dem ökumenischen Prozess. "Umkehr zum Leben - den Wandel gestalten" beigetreten ist, um die Große Transformation, den großen sozialökologischen  Wandel in eine postfossile, lebendige Zukunft zu gestalten: https://www.umkehr-zum-leben.de/ . "Ins Herz gesät" kann erste Saatkörner und Früchte dazu beitragen. Ideen und Umsetzungen dazu sind willkommen und können u. a. nächstes Jahr auf der BUGA 21 präsentiert werden. 


 

 


Mehr Fotos

Eine Fülle von Rosen und dann hat es zur Einweihung der Rosenkirche auch noch Rosenblätter geregnet  Foto: Marion Müller   Foto: Marion Müller Die Ölweiden bilden einen Rahmen um Rundbogen und Christuskreuz der Rosenkirche im Augustinerkloster  Foto: Marion Müller Segenswünsche für die Menschen und die Rosenkirche  Foto: Marion Müller