05.10.2020
Ökumene für Zukunftsinteressierte: Erfurter Christen gründen Netzwerk zur Schöpfungsbewahrung

Am Wochenende kamen in Erfurt 23 Vertreter*innen aus Erfurter Kirchengemeinden zusammen, um den Grundstein für ein ökumenisches Netzwerk zur Bewahrung der Schöpfung zu legen.

Damit wollten sie sich der wachsenden Zahl von Initiativen und Bündnissen anschließen, die ökologische Verantwortung einfordern und selbst umsetzen.

Anlässlich des 30. Jahrestags der Deutschen Einheit erinnerte Propst i.R. Heino Falcke eindringlich an den Systemwechsel von Ost nach West vor 30 Jahren, der nach dem Willen der vorangegangenen Friedlichen Revolution ein Systemwandel von Ost und West hätte sein sollen. Falcke mahnte den nun nicht länger aufschiebbaren Systemwandel an, den wir angesichts von Klimakrise, Migrationskrise und Coronakrise vor uns hätten. Er konstatierte: "Der Traum vom grenzenlosen Wachstum ist ausgeträumt." und  sprach von Angst, aber auch von Hoffnung. Kirchen sollten und könnten Grundvertrauen stiften, wir alle sollten und könnten Haushalter, nicht Ausbeuter der Erde sein. Das sei eine große Aufgabe, aber auch eine große Chance.

Im Anschluss widmeten sich die Teilnehmenden der Frage, wie Kirchengemeinden in Erfurt mehr ökologische Verantwortung übernehmen und sich dabei gegenseitig unterstützen können. Die Ideen reichten von Solaranlagen auf Kirchendächern, Themenabenden und Bio-Versorgung bei Gemeindefesten bis hin zum Jobticket und Dienstfahrrad für Hauptamtliche. Einig war man sich, dass ökologisch verantwortliches Handeln eine Querschnittsaufgabe sei, die Entscheidungen auf allen Ebenen beeinflusse. Dies gelte für die Kirchengemeinden, aber auch für jeden Einzelnen und für alle politischen und unternehmerischen Handlungsfelder.

Das nächste Vernetzungstreffen ist für den 23. November 2020 um 18 Uhr geplant. Der Ort wird noch bekannt gegeben.

Rückfragen: evangelisches.buero@ebth.de

 

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