01.08.2021
Die BUGA in Erfurt war letzten Sonntag das Ziel eines interreligiösen Pilgerwegs. Vertreter von 4 Religionen waren in Erfurt unterwegs und haben am Kirchenpavillon für den Frieden gebetet.

Die evangelische Ökumene-Referentin Charlotte Weber gehört zum interreligiösen Gesprächskreis in Thüringen, der jeden Sonntag ab 15 Uhr Gebete und Begegnungen am Buga-Kirchenpavillon organisiert. Antenne Thüringen, Evangelische Redaktion, 01.08.2021

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(08-01 Glockenspiel) 08-03 Ja, herzlich willkommen zu einer besonderen Ausgabe der Gebetszeit der Religionen. Heute ist ein besonderer Anlass, weil es gleichzeitig der Abschluss des interreligiösen Pilgerweges ist.

Startpunkt war die Moschee-Baustelle der Ahmaddiya-Gemeinde in Erfurt-Marbach. Der Bau verzögert sich und wird von kleinen aggressiven Gruppen heftig angefeindet. Für Ahmadyya-Sprecher Suleman Malik war der interreligiöse Pilgerstart am Moschee-Rohbau auch ein wichtiges Signal gegen diesen Hass.

10-03 Deswegen hat mir ganz persönlich aber auch uns als Gemeinde das viel Kraft gegeben. Ich nehme das auch als einen Anfang, dass wir dieses Kennenlernen, diese Begegnung fortsetzen. Nicht nur weil wir unterschiedlichen Religionen angehören: weil wir alle Menschen sind. Vielen Dank für diese Gelegenheit. Salam aleikum. (Beifall)

Die Buddhisten konnten nicht mitpilgern, weil ihr Dharma-Zentrum in Möhra unter Wasser stand. Außer Christen, Muslimen und Juden waren auch die Bahai vertreten. Sie glauben, dass alle Religionen dieselbe Quelle haben und alle an denselben Gott glauben, sagt Bahai-Mitglied Helmut Winkelbach.  

18-02 Die Bahai-Gemeinde in Erfurt gibt es seit 1991 und in Thüringen gibt es in 10 Orten etwa zusammen 100 Bahai. Alle Religionen kommen von dem einen Gott. Die Religionen müssen zusammenarbeiten, damit wir Frieden finden und das ist ein großes Anliegen der Bahai.

Der evangelische Pfarrer Christfried Boelter hat den interreligiösen Pilgerweg zum BUGA-Kirchenpavillon organisiert. Seine Devise: Nicht das Trennende betonen, sondern das Verbindende. Boelter zitiert den Theologen Hans Küng:

21-02 Der gesagt hat: Ohne Frieden unter den Religionen gibt’s keinen Frieden in der Welt. Insofern braucht es Zeichen und Wunder. Wir müssen gucken, was es in den Religionen gibt, wo wir aneinander anknüpfen können, wo wir uns vernetzen können.

Andrea Terstappen, Landeswelle, Evangelische Redaktion.

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LWT 03 Interreligiöser Pilgerweg zur BUGA